Fachwissen Archives

Ein relativ neuer Blog mit umfassender Know-How Datenbank und Magazin mit regelmäßigen Artikeln und Video-Tutorials.

mixingundmastering.de

  1. Direkt gute Profi Software kaufen (z.b. Logic,Cubase,Orion,Reason etc… ) Mit schnellen Musik Makern kommt man auf lange Sicht hin schnell an die Grenzen und ein späterer Umstieg ist aufwändig und alte Stücke sind dann meist im neuen System nicht mehr ladbar.
  2. Sehr wichtig sind auch gute Monitorboxen, damit man die Feinheiten gleich raushört.
  3. Alle Spuren sauber editieren mit EQ und Frequenzspektrum. Jedes Instrument muss sich im Groove des Songs einfinden und seinen Teil dazu beitragen. Angepasste Sounds sind aus Erfahrung immer besser wie fertige Samples !
  4. LOW Cut (ca. 150Hz) auf alle Spuren außer Kick und Bass – das gibt dem Beat mehr Raum.
  5.  Nicht zuviele FX auf die Kanäle… lieber sauberer arbeiten und dann gut mastern

Thema Fullon-Bassline 🙂

Bei gleichzeitigem Anschlagen von Kick und Bass wird die Kick mit dem Compressor automatisch in der Lautstärke gedämpft. Ich verwende für diesen Zweck meist diesen Free Compressor ( der funktioniert eben gut) :
http://www.kvraudio.com/get/1315.html

Hab auch lang experimentiert und es sind folgende Einstellungen maßgebend:

1. Bassline und Kick sollten von der Frequenz her harmonieren
(so daß die Kick auch im Grunde den Bass auf Takt 1 ersetzen könnte)
2. Attack, Decay von Kick und Bassline müssen 100% aufeinander abgestimmt sein
3. dann erst mit dem Compressor ducken !
Wenn die Kick 150ms lang ist, ducke ich den Bass mit dem Compressor auf Takt 1 dann auch in diesem Zeit-Rahmen… sonst gibt es immer noch so einen dumpfen „zerrklopfer“ mit auf der Kick
4. So lange an den Comp. Einstellungen drehen, bis es richtig groovt… vorher kommt kein anderes Instrument dazu !
5. Feineinstellungen auf beiden Kanälen (Kick / Bass) mit EQ und je einem Gate (Lowcut / Highcut)

Hoffe, es bringt euch was… für weiterführende Tips, die ich noch nicht entdeckt habe, bin ich selbstverständlich dankbar 🙂

lg Hanns

ADSR Hüllkurve – Erklärung

Die ADSR-Hüllkurve bietet 3 Zeit- und einen Level-Parameter.

ADSR-Huellkurve

  • Attack-Time: (Taste wird gedrückt) – Anschwingzeit von 0 bis auf Maximum.
  • Decay-Time: (Taste noch gedrückt) – Abklingzeit des Parameters auf den Sustain-Level.
  • Sustain-Level: (Taste noch gedrückt) – Pegel auf dem gehalten wird.
  • Release-Time: (Taste wird losgelassen) –  Ausblendzeit setzt ein, bis der Pegel vom Sustain-Level auf 0 fällt.

Attack- und Decay = Taste gedrückt – nach dem Loslassen = Release

Enhancer, Exciter und psychoakustische Effekte

Bei dieser Art Effekt werden die unteren Frequenzen mittels eines regelbaren Hochpassfilters (meist 1 kHz bis 8 kHz) abgeschnitten. Die übrigen hohen Frequenzen werden verzerrt. Dieses Signal wird dem Orginalsignal als relativ kleiner Teil beigemischt. Dadurch erhält das Eingangssignal künstlich generierte Obertöne und mittels Zusätzlich heben sie mittels eines einfachen EQs die Höhen an. Einige Geräte können das ausgehende Signal auch noch um einige Millisekunden verzögern. Diese Zeitverzögerungen liegt deutlich unter 20 ms und daher nimmt unser Gehör diese als ein einzelnes Signal war. So bewirkt das eine Impulsverbreiterung; d.h.kurze Signale mit viel Höhenanteil (z.B. HiHats, „t“- oder „s“ Laute) werden damit „satter“.

Exciter verändern auch das Klangbild

Exciter erhöhen also den Anteil hoher Frequenzen und erzeugen zusätzlich neue, im Ursprungssignal nicht vorhandene Frequenzen. Ein Exciter auf die Stereosumme mit einer mäßigen Höhenzugabe wird einen unerfahrenen Hörer schnell enttäuschen – ein paar mehr Höhen… „Das kann man auch mit dem Höhenregler an der Stereoanlage“. Das ist natürlich so nicht richtig. Sinn und Zweck dieser Geräte liegen mehr in gezielter Klangveredelung. Bei höhenarmen Aufnahmen (z.B. Cassetten) leistet ein Exciter zusammen mit einer Rauschunterdrückung erstaunliche Ergebnisse. Ein frischeres und lebendigeres Klangbild,ie einzelnen Instrumente lassen sich besser orten und die Sprachverständlichkeit steigt.

Vorsicht Gewöhnungseffekt !

Man gewöhnt sich schnell an den beigemischten Höhenanteil und neigt sofort dazu, den Exciter mehr „aufzudrehen“. Die Ohren ermüden bei den hohen Frequenzen schnell und dadurch möchte man dann immer wieder ein wenig mehr Exciting dazugebn. Den Exciter sollte man also sehr sparsam einsetzen. Eine Grundeinstellung finden und nicht mehr verändern ist vielleicht eine gute Vorgabe.